Eine Abhandlung über Buchstaben
aus der Einleitung des Heiligen Buches Sohar

E I N L E I T U N G

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E I N L E I T U N G

 

1) Die Botschaft, die innerhalb der Grenzen dieses Buches verkündet wird, wurde bisher noch nicht durch den Menschen erforscht. Es stellt eine einzigartige Arbeit dar, ein Bereich der neue Perspektiven SPIRITUELLER "GEHEIMNISSE" eröffnet, welche bisher vor den Augen des Menschen sowie DEN BÜCHERN DES WISSENS verborgen geblieben sind.

Nach sorgfältiger Durchsicht dieser Abhandlung, wird der Leser unverzüglich ein Bewusstsein der ungeheuren Größe des Umfanges des zu erforschenden Themas gewinnen. Mithin darf man auch nicht während nur eines Momentes erwägen, dass die Substanz von der im Rahmen dieser ersten Ausgabe gesprochen wird, völlig erschöpfend behandelt worden ist.

 

2) An diesem Punkt, ist es angezeigt, zu fragen: Warum ist es so, dass der Schöpfer es vor der Schöpfung als richtig ansah, in einer Auseinandersetzung oder Wortstreit mit den "Zweiundzwanzig Buchstaben" des Hebräischen Alphabetes beschäftigt zu sein, und nicht mit solchen der großen Gruppe vorhandener Buchstaben der Alphabete, die zu den anderen Nationen der Welt gehören?

Die zweite Frage, die sich dem Leser darstellt: Wie gelang es dem Schöpfer durch die Kraft der Buchstaben des Hebräischen Alphabetes Welten zu erschaffen? Um das Rätsel der "Schöpfung" zu lösen, muss zuallererst eine Analogie gezogen werden, zwischen der Arbeit eines Architekten hier auf der Erde, der sich vorgenommen hat ein Gebäude zu errichten, und der Arbeit GOTTES, der die unermessliche Welt, in der wir leben, in ihrer Gesamtheit kreierte und "errichtete".

Der Architekt muss am Anfang einen Plan vorbereiten, indem er einen ausführlichen architektonischen Entwurf über den Aufbau der Struktur zeichnet, die sein Verstand konzipiert hat; denn, wie allgemein bekannt ist, werden die Weisheit und die Ideen des Architekten zuerst in den verborgenen Winkeln des Geistes ersonnen, die dann in den stufenförmigen Prozess der systematischen Planung auf Papier münden. Dann beauftragt der Architekt eine Firma von Handwerkern und Arbeitern ihn dabei zu unterstützen, seinen Plan zur Verwirklichung zu bringen.

Dabei schaut der Architekt in seinen Bauplan, der es ihm ermöglicht, seine Arbeiter richtig zu instruieren, damit sie die Aufgabe der Fertigstellung der Konstruktion ausführen können, die er zuallererst in seinem Geist visualisieren musste.

 

3) Unsere Heiligen Weisen enthüllen, dass der Schöpfer in die TORAH blickte und Er die Buchstaben des Hebräischen Alphabetes als das "Instrument" verwendete, mit dem ER die Welt erschuf, so wie der Architekt "Steine" zum Aufbau seines Gebäudes benutzte. Oder mit anderen Worten: Die TORAH war der Entwurf, der Plan, der von GOTT bei der "Schöpfung" des Universums verwendet wurde.

 

4) Jedoch ist die Analogie, die gerade gezogen wurde in erheblichem Ausmaß nicht miteinander zu vergleichen; da der Architekt ein Mensch ist, und daher sein Gebäude nicht durch bloße Gedanken und geschriebene Worte errichten kann, so wie es in seinem Bauplan vorgesehen ist. Ohne äußere Hilfe anzuwerben und der Sicherstellung der großen Menge des zu verwendenden Materials, würde der Architekt in Verlegenheit sein, seine Arbeit am Bauwerk zu vollenden. Insofern dies alles der Reihe nach benötigt wird, um ihn Instand zu setzen seinen Plan verwirklicht zu sehen, ist die Verschiedenartigkeit in dieser Analogie sehr offensichtlich; denn, wie wir alle wissen, muss GOTT zweifellos auf keine äußere Hilfe zurückgreifen und benötigt keine Arbeiter oder Material, um seine Pläne zur Verwirklichung zu bringen, denn alleine durch Sein "Gedanke" und "Wort", "kamen alle Dinge ins Sein".

Das Buch Job (22:28) veranschaulicht die Kraft eines " Wortes " folgendermaßen:
" Beschließt du eine Sache, wird sie zustande kommen, und über deinen Wegen leuchtet Licht auf."

Dies wird mehrmals als Zeugnis in unseren Heiligen Schriften zitiert.
" Denn Er sprach, und es geschah; Er gebot, und es stand da!" (Psalm, 33:9)

 

5) In Psalm 104:24, werden wir daran erinnert, dass der Schöpfer der Urheber des riesigen "Werkes der Schöpfung" ist, welches die Erschaffung von allen Welten beinhaltet, der "Spirituellen" sowie der "Körperlichen".

Der Schöpfer nahm das Licht der Sephirah "CHOCHMAH" (Weisheit) und die Buchstaben des Hebräischen Alphabets für die "Schöpfung"; gerade wie der Erbauer sein begrenztes Maß an Wissen sowie sein Wort und die materiellen Steine zur Konstruktion seines Gebäudes verwendet.

Dies war es, das König David anspornte, zu sagen:
"Wie zahlreich sind deine Werke, Ewiger! Du hast sie alle mit Weisheit geschaffen, voll ist die Erde Deiner Schöpfungen."

Der Vers enthüllt, dass das Licht von "CHOCHMAH" (Weisheit) eine "Tat" oder "Handlung" von Seiten GOTTES ist, welches durch das Wort GOTTES veranschaulicht wird, und so in der Bedeutung interpretiert werden muss, dass die Buchstaben des Hebräischen Alphabetes die tatsächlichen Werkzeuge, die Gefäße und das Material darstellen, die vom Schöpfer in der Sichtbarwerdung der gesamten "Schöpfung" verwendet wurden.

 

6) Das Hebräische Alphabet, das auch die Schlüssel für "die Hebräische Sprache" festlegt, stammt von der auch als "KODESH" bezeichneten spirituellen Quelle ab, meint Heiligkeit infolge ihres Entsprungenseins aus dem heiligen Heiligtum des Schöpfers selbst, das heißt, aus den Sephiroth (Plural von Sephirah) "CHOCHMAH", das Licht der Weisheit, und "Binah", das Licht der Intelligenz, welches das Licht der Weisheit beherbergt. In anderen Worten, jeder Buchstabe des Hebräischen Alphabetes wurde durch die Hand GOTTES entworfen. Das Werk GOTTES, das hierin geschildert wird, stimmt mit dem überein, was von König David wie folgt ausgedrückt wird:
"Wenn ich anschaue Deine Himmel, Deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die Du bereitet hast…" (Psalm, 8:4)

 

7) In diesem Augenblick ist es angebracht zu erwähnen, dass uns der Sohar aufdeckt, dass die Buchstaben des Hebräischen Alphabetes zweitausend Jahre lang von GOTT betrachtet wurden, bevor Er die Welt erschuf.

Die gerade erwähnten "zwei tausend Jahre" sind nicht im Sinne der Ausdehnung der Zeit, wie sie hier auf der Erde verstanden wird, gemeint; denn die spirituellen Reiche liegen über Zeit und Raum. Dem gemäß legen die "zwei tausend Jahre" im spirituellen Sinne "CHOCHMAH " und "Binah" als Haupt der Sephiroth fest. Sie sind die zwei Sephiroth aus denen das Hebräische Alphabet entsteht.

Das Hebräische Wort "SHONOH" hnS bedeutet Jahr. Jedoch bedeutet "SHONOH" auch Änderung oder Unterschied; so dass "ein tausend Jahre" im spirituellen Sinn, auf eine Unterscheidung von "Phasen" der "tausenden verschiedenartigen spirituellen Wesenheiten" anspielt.

Der Gebrauch des Wortes hnS "SHONOH" hier auf der Erde trägt die Bedeutung "der vier Jahreszeiten" des Jahres in sich, die auf beständige oder regelmäßige Änderung hinweisen.

hivnt (Bewegung) ist unter den spirituellen "Phasen" nicht vorhanden. Dennoch, wenn die Erwähnung der Bewegung in Zusammenhang mit den Sephiroth oder einem bestimmten Aussehen oder Zustand in einer wiederkehrenden Bedingung der Änderungen in den spirituellen Reichen getätigt wird; dann sind sie nur die zusätzlichen neu aufgedeckten Wesen, die in den spirituellen Bereichen erscheinen, eines das andere bekleidend.

Die Einhüllung der Sephiroth kann ihnen so zugeschrieben werden, als würde eine über die andere bewegt werden, vergleichbar mit den Schalen einer Zwiebel.

 

8) Während die "Buchstaben" noch vor den Augen der "Schöpfung" verborgen waren, hatte GOTT die ganze Zeit mit ihnen gespielt, das bedeutet, mit den Sephiroth "CHOCHMAH" und "Binah". Als GOTT im Begriff war, die Welt zu kreieren, waren alle Buchstaben des Hebräischen Alphabetes noch im embryonalen Zustand. Als GOTT kam, die Welt zu erschaffen, stellten sich vor Ihm alle Buchstaben in umgekehrter Reihenfolge auf. Dies wird noch in den folgenden Seiten weitere Erörterung finden: Die vorangehenden Berichte über die Tatsache, dass die Hebräische Sprache durch die Benennung Sdvq NvSl ("LASHON KODESH") bezeichnet wird, was die heilige Zunge heißt, bedeutet, dass es die einzige Sprache ist, die ihren Ursprung in der Quelle der Heiligkeit hat, "Kedushah"; das heißt, dass die Hebräische Sprache eine Sprache ist, durch die Hand des Schöpfers selbst erfunden und geschrieben; und sie wird von Ihm ebenso durch die Seelen von Israel verwendet, denn, wie durch unsere Heiligen Weisen enthüllt wird, ist eine "Neshamah" (Seele) ein Teil von GOTT. So kam es, dass das "Ganze", das heißt der Schöpfer, die Buchstaben des Hebräischen Alphabetes für seine Arbeit der Schöpfung verwendete. Dabei gravierte und meißelte Er dieses Alphabet innerhalb der Welt und allem was darin enthalten ist ein; folglich wurde dieses Alphabet in jede Miniaturwelt eingraviert, nämlich "die Seelen von Israel".

In "Shacharis", welches unser Morgengebet beim Gottesdienst ist, wird folgendes gesagt:
"BORUCH sheOMAR v'HOYOH ho EILOM",
("GESEGNET SEI ER, DER SPRACH und DIE WELT WURDE IN DIE EXISTENZ BERUFEN").

Wir finden auch solche Wörter zu dem Eindruck, dass "die Himmel" "BUCH" genannt werden.

Es wird von Isaiah dem Propheten geäußert, dass die Himmel wie ein Buch aufgerollt werden, dessen Autor der Schöpfer selbst ist, der "Himmel und Erde" erschuf.

Die Worte des Propheten lauten:
"… v "NOGALOH CHASEIFER haSHOMAYIM …"
"… UND DIE HIMMEL WERDEN ZUSAMMENGEROLLT WIE EINE BUCHROLLE..." (Isaiah 34:4).

 

9) Jetzt ist kristallklar, warum es so ist, dass die Buchstaben der Alphabete der anderen Nationen sich nicht den Bezirken des Schöpfers nähern konnten, um Ihm ihre Dienstleistungen für Seine Arbeit der Schöpfung anzubieten. Wie könnten die Buchstaben der Alphabete dieser Nationen vor GOTT erscheinen, mit dem Ziel Ihn zu ersuchen, sie für die "Erschaffung" der Welt zu nutzen, wenn sie nicht aus den heiligen Reichen abstammen, dem Tabernakel GOTTES, denn das "Säkulare" hat doch überhaupt keine Affinität mit dem "Heiligen"?

Die Alphabete der anderen Nationen sowie ihre Sprachen wurden willkürlich bestimmt. Sie sind einfach Menschenwerk und deshalb nicht heilig, entstanden durch die Entscheidungen und Zustimmungen der Leute, die davon betroffen waren. Folglich sind die Existenz und der Gebrauch der Alphabete sowie die Sprachen der Nationen der Welt, nur von der Gestaltung und der Zustimmung der Menschen auf der Erde abhängig, ihre "Alphabete" und "Sprachen" wurden am Anfang der Zeit vom Menschen fabriziert. Die Menschheit, um als organisierte, zivilisierte Gemeinschaft zu funktionieren, musste auf die Erfindung von "Alphabeten" und "Sprachen" zurückgreifen, damit sie ein "Kommunikationsmittel " zwischen ihnen seien.

Insofern die gerade beschriebenen Alphabete und Sprachen als EINSCHLEPPUNG des Menschen auf dieser Erde zu betrachten sind, haben die Buchstaben, die folglich ihre Alphabete zusammen mit ihren Sprachen bilden, keine Relation zu den Heiligen Quellen, den Oberen Sephiroth, wo die zweiundzwanzig Buchstaben des Hebräischen Alphabetes ihren Ursprung haben. Sie sind die Werkzeuge, die göttliche Substanz, die beim Schöpfer bei "der Erschaffung aller Welten und Menschen" Verwendung fanden.

 

10) Wie jetzt verständlich dargelegt worden ist, stammt das Hebräische Alphabet vom Ort der Heiligkeit ab. Dies wird durch das hebräische hSvdq ("Kedushah") angezeigt: "Heiligkeit Selbst".

Wir wissen von fünf Austrittsstellen, wo die zweiundzwanzig Buchstaben des Hebräischen Alphabetes entstehen. Sie sind, wie folgt:

1. DIE LIPPEN bringen hervor die Buchstaben b "Beth", v "Vav", m "Mem" und p "Pe". Der Buchstabe v "Vav" ist einer der Buchstaben des hebräischen Wortes hSvdq "Kedushah".

2. Der zweite des Ausgangspunkt der Buchstaben ist der "GAUMEN". Die Buchstaben, die vom "GAUMEN" ausströmen, sind a "Aleph", c "Chet", h "He" und i "Ayin". Der Buchstabe h "He" dieses Entstehungsortes erscheint auch im Wort hSvdq "Kedushah".

3. Die dritte Gruppe der Buchstaben kommt aus der "KEHLE". Die Buchstaben die dort artikuliert werden, sind g "Gimel",  y "Yod",  k "Kav" und q "Kuf". In dieser Gruppe finden wir ein q "Kuf", das auch im Wort hSvdq "Kedushah" vorgefunden wird.

4. Der 4. Ort, aus dem die Buchstaben hervorströmen, ist die "ZUNGE". Die Buchstaben, die hier entspringen, sind d "Dalet", t "Tav", l "Lamed", n "Nun" und e "Tet". So wird das d "Dalet" ebenso im Wort hSvdq "Kedushah" gefunden.

5. Der 5. und letzte Ort der Emission der Buchstaben sind die "ZÄHNE". Die Buchstaben, die von dort abstammen, sind z "Sayin", s "Samech", S "Schin", r "Resch" und x "Zadi". Das S "Schin" dieser letzten Gruppe von Buchstaben wird desgleichen im Wort hSvdq "Kedushah" angetroffen.

 

Somit haben wir die fünf Orte des Mundes bildlich dargestellt, wo die zweiundzwanzig Buchstaben des Hebräischen Alphabetes offenkundig wurden. An jedem "Ort der Emission" tritt ein Buchstabe auf, der auch im Wort hSvdq "Kedushah", Heiligkeit erscheint. Dies ist weiterhin eine Hinweis auf die Tatsache, dass das Hebräische Alphabet von hSvdq "Kedushah" abstammt, Heiligkeit des GOTTES selbst.

 

11) Der verringerte numerische Wert des Wortes "Kedushah" beträgt neunzehn. Er ist mit dem, der Füllung des aus vier Buchstaben bestehenden Heiligen Namens "HAVAYAH" gleichwertig, mit "Alephs" ausgesprochen ah vav ah dvy .

Dies ist eine weiteres Zeichen dafür, dass die Buchstaben des Hebräischen Alphabetes von dem aus vier Buchstaben bestehenden Heiligen Namen "HAVAYAH " abstammen.

 

12) Die Studie dieses Werkes dreht sich um das Wissen vom "Makrokosmos" - "dem Universum", gegenübergestellt dem "Mikrokosmos" - "der Mensch in seiner Miniaturform", der eine Replik, eine Kopie, des Universums darstellt.

Hierin ist ein Reservoir spiritueller Reichtümer eingehüllt. Es ist das Wissen von GOTT, das dem Menschen lehrt, wie man dem Muster des "Makrokosmos" folgt, das vom Schöpfer geprägt, geformt und perfektioniert wurde. Dem eifrigen Leser wird dadurch geholfen, zu ermitteln, wie er sich vervollkommnen kann.

Aufgrund des Zurückgewinnens und Erlösens seiner vollständigen Seele aus den Klauen "der Materie", wird der Mensch in seinem Inneren eine Energie der Vorherrschaft über alle Schöpfung ausbreiten. Durch seinen Triumph über das "Böse", wird der Mensch durch Fernlenkung in der Lage sein, das "Licht" des Schöpfers auf die Erde zu bringen.

Ausgerüstet mit spiritueller Macht, kann der Mensch die Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttern, dadurch wird die Menschheit aus der Apathie erweckt, um nach dem "Spirituellen" zu suchen, dem Wissen von GOTT. Dem Menschen, der mit dem "spirituellen Licht" vereinigt ist, wird schließlich von Oben die Energie gegeben, die Dunkelheit zu verbannen, die der Welt durch die "fremden Energien" gebracht wurde. Dieses wird wiederum "ein neues Licht" in unsere heimgesuchte Welt hereinführen, welches "Freiheit vom Wollen" und "Freiheit von der Furcht" erzeugen wird. Es ist ein "Licht", das "vollkommenen Frieden" für die Menschheit in aller Ewigkeit zaubern wird.

 

 

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