P e t e r    S t a a d e n

 

" DIE GESCHICHTE DER WELT BEGINNT,
WENN FORM AUS DEM FORMLOSEN ENTSTEHT "

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In meiner Malerei begegnen sich verschiedene Ebenen,
die sich in einer besonderen Art
durchdringen und ergänzen.

Nach dem Festlegen der Komposition
treten für mich die Farben in den Vordergrund,
deren Zusammenspiel ein unbegrenztes Feld
an Assoziationsmöglichkeiten zulassen.
Schon die körperliche und geistige Konstitution
im Augenblick des Beginnens bestimmen das Thema.

Dabei ist der Zufall ein wichtiger,
das Unbewußte ein mächtiger Helfer.

Die Trocknungszeiten und die Schwerkraft
sind wichtige Einflüsse während der Bildfindung.

Langsam kristallisieren sich Labyrinthe
aus den Farbkompositionen,
in denen zahlreiche Metamorphosen ablaufen.
Zwischen all diesen Schichtungen befinden sich
Formen aus Gesteins- Pflanzen-und Tierreich.

Folgende Themen  werden von mir bearbeitet:
Die Verflechtung der vier Grundelemente
Feuer, Wasser, Luft und Erde;
die Darstellung der Natur
in ihrer bestimmenden Überlegenheit;
die Verschmelzung der männlichen und weiblichen Seite
und dessen Kampf in der menschlichen Seele;
das Sichtbarmachen eines Urprinzips
durch eine archaische Symbolik.

Ich arbeitet frei, benutze die unterschiedlichsten Farben
und auch andere Materialien, wie z.B. Kies oder Sand.
Dabei spielt das Wasser eine entscheidende Rolle,
um die Materie transparent zu machen.

 

Meine Malerei ist ein Reinigen,
ein Sichtbarmachen und Durchleuchten
des vorher Unbekannten und nicht Offensichtlichen.

 

" Wenn man auf diese Dinge zu achten hat,
auf die Zufälle der Oberfläche,
dann verliert die Wirklichkeit - die Wirklichkeit,
sag ich euch - an Kraft."
Joseph Conrad , "Das Herz der Finsternis"